Richard A. Peterson und Roger M. Kern zeigen 1996, dass kulturelle Distinktion im späten 20. Jahrhundert nicht mehr durch Exklusivität, sondern durch Vielfalt ausgedrückt wird.
„The highbrow taste pattern is changing from one of snobbish exclusion to omnivorous inclusion." Peterson & Kern (1996), American Sociological Review, S. 900
Peterson & Kern analysieren US-amerikanische Survey-Daten zu Musikpräferenzen und stellen fest: Hochgebildete Personen hören nicht mehr ausschließlich klassische Musik oder Jazz — sondern zeichnen sich gerade durch die Breite ihrer Präferenzen aus. Der kulturelle Omnivore konsumiert hochkulturelle und populäre Musik gleichermaßen.
HabitusMatch berechnet für jede Hörliste einen Omnivore-Grad (0–100): Wie breit und genreübergreifend ist der Musikgeschmack? Hohe Werte korrelieren laut Peterson & Kern mit höherem Bildungskapital — aber nicht notwendigerweise mit höherem sozialem Status.
[Hier werden nach Abschluss der Haupterhebung empirische Befunde eingefügt.]
Korreliert der in HabitusMatch gemessene Omnivore-Grad mit dem selbstberichteten Bildungsabschluss? Erste Pilotdaten nach N≥50 verfügbar. Zur Studie beitragen →
Statt exklusivem Hochkulturkonsum konsumieren hohe soziale Schichten ein breites Stilspektrum ("Omnivore"). Untere Schichten bleiben "Univoren" mit engen Praeferenzen.
Omnivorismus ist in mehreren europaeischen Laendern empirisch nachweisbar; laenderspezifische Unterschiede in Auspraegung und sozialer Bindung bestehen.
Edelmann, A. et al. (2020). Computational Social Science. Annual Review of Sociology, 46, 61–81.
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Peterson, R.A., & Kern, R.M. (1996). Changing Highbrow Taste. American Sociological Review, 61, 900–907.
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